Biokraftstoffe in Deutschland
Im Jahr 2010 wurden in Deutschland etwa 52 Mio. t Kraftstoffe verbraucht. Biokraftstoffe deckten diesen Bedarf mit 3,8 Mio. t bzw. lieferten bezogen auf den Energiegehlat 5,8 Prozent der benötigten Kraftstoffe.
Biodiesel ist mit 2,6 Mio. Tonnen der wichtigste Biokraftstoff in Deutschland. Er wird als Reinkraftstoff und vor allem über die Beimischung zu normalem Diesel genutzt. Pflanzenöl fand als Reinkraftstoff in umgerüsteten Motoren Verwendung, während Bioethanol nahezu vollstänig über die Beimischung zu Ottokraftstoff vertrieben wird. Der Bioethanolabatz in Deutschland stieg in 2010 erstmalig auf über 1. Mio. t.
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Entwicklung Biodiesel in Deutschland
Durch Steuerbefreiung begünstigt ist der Biodieselabsatz bis 2007 schnell gestiegen. Auch die Produktionskapazitäten haben erheblich zugenommen und lagen 2008 mittlerweile bei 5 Mio t.
Der Rückgang beim Biodieselabsatz konnte seit 2007 erstmalig gestoppt werden. Er stieg im Vergleich zum Vorjahr um ca. 70.000 t auf auf 2,6 Mio. t.
Für 2010 wird die Biodieselproduktion in Deutschland auf 2,8 Mio. t geschätz - sie liegt damit etwa 200.000 t über dem Biodieselabsatz.
Entwicklung und Prognose Kraftstoffverbrauch Deutschland bis 2025
Dank effizienterer Technologien und neuer Verkehrskonzepte wird der Kraftstoffbedarf in Deutschland nach Prognose des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV) von derzeit 52 Mio. t bis zum Jahr 2025 auf 44 Mio. t zurück gehen. Vor allem bei Ottokraftstoffen wird sich dies bemerkbar machen. Wurden 2003 noch 25,9 Mio. t Ottokraftstoff benötigt, werden es 2025 nur noch 12,4 Mio. t sein - ein Rückgang um 37 % gegenüber 2010.
Für den Dieselkraftstoffabsatz wird ein Anstieg auf 34 Mio. t bis 2015 erwartet - in den Folgejahren wird sich der Verbrauch dann auf 31,7 Mio. t bis 2025 reduzieren.
Biodiesel nach Nutzergruppen
In 2009 wurden in Deutschland 2,5 Mio. t Biodiesel abgesetzt - über 90 % oder 2,3 Mio. t davon mischte die Minerealölwirtschaft dem Dieselkraftstoff bei. Nutzfahrzeuge des Transportgewerbes verbrauchten ca. 223.000 t als Reinkraftstoff (B100). Mit etwa 20.000 t bzw. 5.000 t setzen die Landwirtschaft und die öffentlichen Tankstellen vergleichsweise wenig B100 ab.
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