Gärsubstrate

Als Ausgangsstoffe für die Biogaserzeugung kommen grundsätzlich alle Arten von Biomassen in Frage, deren Hauptkomponenten

  • Kohlenhydrate,
  • Eiweiße,
  • Fette,
  • Cellulose und Hemicellulose sind.

 

Nicht nutzbar für die Biogasproduktion durch die anaerobe Vergärung sind Substrate mit einem hohen Ligninanteil wie zum Beispiel Holz oder verholzte Biomasse.

Die grundlegenden Einsatzstoffe (Gärsubstrate) in landwirtschaftlichen Biogasanlagen sind Rinder- und Schweinegülle, aber auch Mist von Rindern, Schweinen oder Hühnern.

Dazu kommen mehr und mehr sogenannte Kosubstrate, die den Biogasertrag erheblich steigern können.
Die für den energetischen Einsatz angebauten Pflanzen nennt man auch Energiepflanzen. Mit deren Hilfe kann jedes Jahr aufs Neue Biomasse bereitgestellt werden, um Strom, Wärme und Kraftstoff zu produzieren. Es ist bereits zu erkennen, dass sich ein einsprechnder Markt für Biogassubstrate aus nachwachsenden Rohstoffen (nR) entwickelt hat und die Verwendung dieses Substrats weiter ansteigt.

So verteilt sich derzeit der Substrateinsatz in den bundesweit betriebenen Biogasanlagen auf 48 % tierische Exkremente, 26 % Bioabfälle und Reststoffe aus Industrie und Landwirtschaft sowie auf 26 % nachwachsende Rohstoffe (nR). Als nachwachsende Rohstoffe kommen zum Beispiel Getreide, Gräser, Mais oder Sonnenblumen u.v.m. in Frage.

Neben den nachwachsenden Rohstoffen bzw. Energiepflanzen werden organische Rest-, Neben- und Abfallprodukte unterschiedlicher Branchen für die Biogasproduktion immer wichtiger. Denn sie bieten für die Landwirtschaft interessante Perspektiven. So werden auch außerlandwirtschaftliche Substrate, wie Rückstände aus der Lebensmittelindustrie (z.B. Trester, Schlempe, Fettabscheiderrückstände) Gemüseabfälle von Großmärkten, Speiseabfälle oder Rasenschnitt und Bioabfälle aus der Kommunalentsorgung für die Biogasproduktion genutzt. Und das schließt natürliche Stoffkreisläufe und sorgt so für die Rückführung der darin enthaltenen Nährstoffe in die Landwirtschaft.

Aufgrund besonders hoher Erträge pro Hektar wird Mais verstärkt in Biogasanlagen eingesetzt. Gehäckselt, und über eine Silierung haltbar gemacht, kann er zudem problemlos gelagert und der Biogasanlage beigemischt werden. Auch Grassilage, Rüben oder siliertes Getreide werden in Biogasanlagen vergoren. Aus ökologischen Gründen erproben Wissenschaftler momentan weitere Energiepflanzen und neue Fruchtfolgen und Anbausysteme.

Für weitere Informationen zu Energiepflanzen und deren optimierte Anbausysteme besuchen Sie die Energiepflanzenseiten der FNR.

 

 

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